Laminat - Laminatboden - Laminatfussboden
Beim Kauf von Laminatfussboden achten Sie bitte darauf, dass der Belag in verschiedenen Nut-
zungsklassen hergestellt wird, sowohl für den privaten und gewerblichen Bereich. Die EN - Norm
sollte auf der Verpackung leicht erkennbar sein.
Es gibt bei der Riesenauswahl an Laminatboden kein einheitliches Klicksystem. Es ist je nach Her-
steller und Qualität unterschiedlich.
 
Laminatfussboden bekommen Sie mit unterschiedlichen Trägerplatten in den Materialstärken ab 5,5
mm bis 19 mm. Die Passgenauigkeit und das Klicksystem spielen später nach der Verlegung auch
eine erhebliche Rolle ob Sie sich nur einen "Nutzbelag" oder einen edlen Laminatbelag gegönnt ha-
ben.
 
Am besten, Sie lassen sich von einem Fachmann beraten, im Regelfallsind dort kleine Musterflä -
chen bereits verlegt, damit Sie die Flächenoptik besser erkennen können. Ansonsten fragen Sie
nach Musterpaneelen und klicken Sie diese zusammen um die Passgenauigkeit zu kontrollieren. Strei-
fen Sie mit der Hand im Klickbereich über den Bodenbelag, der Übergang von Paneele zu Paneele
sollte eben sein.
 
Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, ob der Laminatbelag
zu Ihrer Wohnung und Einrichtung passt, scheuen Sie sich nicht, vorab 1 Paket Laminat Ihrer Wahl
zu kaufen, dass sind rund 2 m² Fläche, die Sie damit belegen können, also genügend Material, um
jeweils mehrere Paneele zusammenzuklicken um sie als Muster vor dem Fensterbereich und in we-
niger beleuchteten Flächen des Zimmers und im dunkleren Flurbereich zu legen. Auch bei den unter-
schiedlichen Lichtverhältnissen, wie Tageslicht, Abendlicht und Lampenlicht, werden Ihren Laminat-
fussboden unterschiedlich wirken lassen. Sind Sie mit Ihrer Wahl zufrieden, so bestellen Sie sich die
benötigte Menge und achten Sie auf die Chargenummer des bereits vorhandenen Paket`s, we-
gen der Farbgleichheit der jeweiligen Anfertigung.
 
Da unterschiedliche Klicksysteme hergestellt werden, gibt es auch keine gleichlautende Verlege-
anleitungen. Beachten Sie daher unbedingt die jeweiligen Verlegeinformationen des Herstellers, die
im Regelfall in jeder Packung vorhanden ist.
Bei Verlegung in Mieteinheiten ist es sinnvoll, Ihren Vermieter davon in Kenntnis zu setzen, dass Sie
Laminat verlegen wollen und sich dieses ggf. genehmigen zu lassen. Laminat hat mit einer guten
Schalldämmung eine höhere Aufbauhöhe wie Teppichboden, das heisst, Sie müssen ggf. alle Türen
kürzen. Bei Holzzargen kann man die Zargen kürzen und das Laminat darunter schieben, der Ab-
schluss an der Zarge sieht perfekt aus. Bei Metallzargen ist diese Verlegeart nicht möglich, in die-
sem Fall können Sie nur an die Zarge heranlegen und denken Sie daran, auch in diesem Bereich
müssen Sie eine Dehnungsfuge zur Zarge lassen, da die Ware lose " also schwimmend " verlegt
wird. Die Dehnungsfuge in diesem Bereich sollten Sie nach der Verlegung mit dauerelatischer
Dehnungsmasse in Holzfarbe kaschieren, optisch ein sauberer Abschluss.
 
Bei Auszug aus einer Mieteinheit, müssen Sie die Wohnung im vertragsmässigen Zustand zurück-
geben. Das heisst mit anderen Worten, so wie Sie die Wohnung übernommen haben.
Grob gesagt, keine Genehmigung, Türen gekürzt, Zargen gekürzt und Ihre Mietkaution kann vom
Vermieter einbehalten werden, weil Ihr Nachmieter z. B.einen flachen Belag verlegen will.
Bevor Sie mit der Laminatverlegung anfangen, sollten Sie Ihren Laminatbelag mindestens 48 Std
in den zu verlegenden Räumen bei ca. 18° einlagern, damit die Ware Raumtemperatur annnehmen
kann. Eine Feuchtigkeitmessung bei mineralischem Untergrund, wie z.B. bei Zementestrich, ist zwin-
gend notwendig. Dieses Gerät können Sie sich beim Werkzeugverleih oder bei Ihrem Fachhändler
mieten. Der Unterboden, auf dem Sie das Laminat verlegen wollen, muss sauber, trocken, fest und
eben sein. Jede Paneele vor der Verlegung auf Beschädigung prüfen, ein späteres Auswechseln der
beschädigten Paneele ist meistens möglich, aber sehr arbeitsaufwändig. Das Laminat nicht durch
Schrauben, Nägel oder Kleber am Unterboden fixieren. Die Dehnungsfuge, die Sie im Wandbereich
einhalten müssen, können Sie mit Holz oder Plastikkeilen fixieren. Falls Sie diese nicht haben, ver-
den Sie Reststücke vom Laminatzuschnitt um den vorgeschrieben Abstand zur Wand einzuhalten.
Auch bei Bodenhalterungen für Heizungen und deren Rohre müssen Sie die Dehnungsfugen einhal-
ten, diese können Sie mit Rosetten in Holzfarbe abdecken.
Laminat nicht in Feuchträumen verlegen. Bei mineralischem Untergrund eine Dampfsperre ( min.
0,2 mm dicke PE ) - Folie wannenartig bis unter die Wandabschlussleiste verlegen. Bei Holz - Unter-
grund keine PE - Folie verlegen. Darauf wird die Trittschallunterlage längs zur Verlegerichtung ver-
legt. Geizen Sie nicht bei der Auswahl einer Trittschallunterlage. Eine Trittschallunterlage ver-
ringert die Schallübertragung. Ihre Nachbarn werden es Ihnen danken oder Sie stehen bei jeder
passenden oder unpassenden Gelegenheit auf Ihrer Fussmatte um sich zu beschweren. Die Verrin-
gerung der Schallübertragung wird nach ISO 717-2 in dB ausgewiesen und sollte auf der Verpac-
kung der Unterlage lesbar sein. Bei Fussbodenheizung: nur auf Warmwasser - Fussbodenheizung
mit max. 27° C verlegen. Fragen Sie Ihren Fachhändler, ob das auserwählte Produkt für Ihre Fuss-
bodenheizung geeignet ist.
 
Das war es im Grossen und Ganzen aus der Sicht eines Bodenverlegers, ein roter Leitfaden für
Selbstverleger. Einige Händler haben auch Verlege-Demo-Filme im Laden und / oder zum Ausleihen
parat, um die Verlegearbeiten besser zu veranschaulichen.
Sollten Sie Werkzeug, handwerkliche Fähigkeiten und genügend Freizeit haben, so können Sie beim
Selbstverlegen einiges an Lohnkosten einsparen. Zum anderen, ein Fachverleger wird meistens
nach verlegter Menge bezahlt oder arbeitet zum Komplet- Festpreis für Ihr Bauvorhaben.
Die Verlegepreise, je nach Region, sind unterschiedlich und nicht jeder, der eine Säge halten kann,
ist ein fachlich kompetenter Bodenleger, wenden Sie sich lieber an einen Fachmann.
 
Sollten Sie noch Fragen haben, so wenden Sie sich an Ihren Fachhändler und lassen Sie sich dort beraten.
 
 
 

Laminal - Verlegehinweise
Information: Verlegeservice Manzke
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